Müssen wir uns im eigenen Land integrieren?

Von Dr. Jens Wilharm

Bückeburg. Am 5. November 2016 findet im Bückeburger Hubschraubermuseum die 6. Schaumburger Plattform statt, die von der Gesellschaft für Sicherheitspolitik ausgerichtet wird. Dabei geht es dieses Mal um Fluchtlingsströme, ihre Ursachen und die Aufgaben, die unsere Gesellschaft angeblich hat, um die Flüchtlinge hier zu integrieren. Hierzu hat man hochkarätige Experten eingeladen. Dazu gehören Frau Doris Schröder-Köpf (SPD), Beauftragte der Landesregierung für Migration und Teilhabe. Ferner Dr. Silvia Horsch vom Institut für islamische Theologie der Universität Osnabrück, die bereits 1996 zum Islam übergetreten ist. Auch der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius wird laut Vorankündigung über die Situation von Migration und Sicherheit in Niedersachsen sprechen.

Die Vortragsveranstaltung ist öffentlich und kostenlos. Es wird um eine vorherige Anmeldung gebeten. Diese hätte allerdings eigentlich bis zum 25. Oktober erfolgen sollen. Näheres erfahren Sie HIER auf der Seite der Gesellschaft für Sicherheitspolitik.

Im Vorfeld der Veranstaltung hat die Schaumburger Zeitung heute bereits geschrieben, wie sie sich die Aufgaben vorstellt, die durch die Integration auf die Bürger zukommen. Man dürfe Integration nicht dem Zufall überlassen. Sie sei ein langwieriger herausfordernder Prozess, der beide Seiten in Verantwortung stelle und zu den zentralen Themen der Innenpolitik zähle. Dabei werde deutlich, dass man heute mit mehr Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft, Ausbildung und Erwartungen zusammenkäme, als es sich frühere Generationen hätten vorstellen können. Integration sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der alle teilhaben. Zwar würden manche diese VIELFALT als Bedrohung und Verunsicherung empfinden, andere dagegen als BEREICHERUNG, wenn man für Toleranz, Offenheit und Ablehnung jeder Diskriminierung nicht nur theoretisch eintreten wolle. Eine Vogel-Strauß-Politik sei das Verkehrteste, was der Bürger machen könne.

Nun, wenn sich Flüchtlingsströme auf den Weg nach Europa und bevorzugt nach Deutschland machen, dann müssen wir diese erstens nicht in einer Zahl aufnehmen, die uns alle überfordert, zweitens nicht auch noch dazu einladen und drittens nicht als Neubürger in unser Land integrieren wollen. Was wir zu tun haben, ist, denjenigen, die wir temporär hier aufnehmen, Schutz zu gewähren. Solange, bis sie in ihre Heimatländer zurückkehren können. Wer im Rahmen seines Aufenthalts hier feststellt, dass er gerne hier bleiben möchte, weil ihm die Menschen, Sitten und Gebräuche unseres Landes gefallen, sich deshalb anpassen möchte und wen wir zudem hier gebrauchen können, der soll gerne bleiben. Was wir absolut nicht tun müssen und auch nicht sollten, ist, für die Neubürger aus zumeist muslimischen Ländern eine Umgebung schaffen, in der sie sich wie zu Hause fühlen und ihre eigenen Sitten und Gebräuche weiterhin leben können. Sofern sie das in ihren eigenen vier Wänden tun, ist auch das in Ordnung. Aber jedwede Veränderung unserer eigenen Kultur, um uns den Neubürgern anzunähern, halte ich für völlig indiskutabel. Wir müssen uns nicht im eigenen Land integrieren. Eines ist richtig. Eine Vogel-Strauß-Politik ist der falsche Weg. Wenn jetzt schon in Deutschland der Bau von Moscheen von kommunalen Kostenträgern bezuschusst wird (in Monheim, NRW, hat der Stadtrat beschlossen, den Bau von 2 Moscheen mit 845.000 EUR zu bezuschussen) und sich die Integrationsbeauftragte des deutschen Bundestages, Aydan Özoguz, gegen das Verbot von Kinderehen ausspricht, sollte man nicht mehr den Kopf in den Sand stecken und hoffen, der ganze Unsinn werde schon vorüber ziehen. Doch was kann man tun? Standhaft bleiben, sich nicht verunsichern lassen, nicht alles glauben und bis zur Bundestagswahl durchhalten. Wenn es dann keine eindeutigen Signale aus der Bevölkerung gibt, wird es schwer, das Ruder noch einmal herumzureißen.