Willkommen

Herzlich willkommen auf meiner persönlichen politischen Webseite.

Ich war den größten Teil meines Lebens ein unpolitischer Mensch und hätte mir bis vor wenigen Jahren auch nicht vorstellen können, mich politisch zu engagieren. Natürlich habe ich regelmäßig Zeitung gelesen und die Nachrichten im Fernsehen angeschaut. So, wie es wohl die meisten Bürger tun, die darüber informiert sein wollen, was bei ihnen vor Ort, in Deutschland und in der Welt vor sich geht. Ich war aber nie Mitglied in einer Partei und ich habe das auch nie weiter vertieft. Ich habe meine Bürgerpflicht getan und bin regelmäßig zu den Wahlen gegangen.

Ich habe in meinem Leben verschiedene deutsche Parteien gewählt, darunter CDU, SPD, FDP und auch einmal die Grünen. Als ganz junger Mann die Partei, von der ich glaubte, dass sie meinen Vorstellungen am ehesten entspricht und das Beste für unser Land wollte. Später dann, als ich sah, dass sich zwar die Regierungsparteien änderten, aber weniger ihre Politik, habe ich die Partei gewählt, die ich für das derzeit geringste Übel hielt.

Im Jahr 2001 änderte sich das erstmals. Man nahm uns die D-Mark weg und ersetzte sie durch den Euro. Aber man versicherte uns, dass wir daraus keine Nachteile zu erwarten hätten.

Die Medien versicherten uns in den Folgejahren immer wieder, dass das Leben durch den Euro nicht teurer geworden sei. Aber jeder merkte bereits im ersten Jahr, dass manche Produkte plötzlich den gleichen Preis in Euro hatten. Doch die Arbeitseinkommen verdoppelten sich nicht mit. Solche Fälle, etwa die auf einmal doppelt so teure Pizza beim Italiener, waren dann Einzelfälle und die Medien belegten das durch Statistiken. Ich hatte zum ersten Mal das Gefühl, dass sie uns nicht immer die Wahrheit sagen.

Man hat Verträge geschlossen, die Maastrichter Verträge. Die sollten verhindern, dass ein Euro-Land für die Schulden eines anderen Euro-Landes aufkommen soll. Aber die Verträge wurden gebrochen und inzwischen haften die deutschen Steuerzahler zur Rettung des Euro für über 500 Milliarden Euro. Es gab bisher 3 Rettungspakete für Griechenland, eines für Irland, eines für Portugal, eines für Spanien und eines für Zypern. Ich hatte zum ersten Mal das Gefühl, dass es den etablierten Parteien nicht mehr zuerst um Deutschland und seine Bürger geht.

2009 wurde ich erstmals Vater, 2011 dann erneut. Und ich begann, mir Sorgen zu machen. Sorgen darum, dass meine Kinder vielleicht nicht mehr ein Leben führen können, wie ich es bisher führen konnte. Weil einfach die Rahmenbedingungen, die die Politik vorgibt, nicht mehr stimmen. Es fiel mir immer schwerer, unter den zur Wahl stehenden Parteien auch nur eine zu entdecken, die ich wenigstens noch als geringstes Übel betrachten konnte. Es gab keine gute Alternative mehr.

Dann kam Ende 2012 ein Bernd Lucke und gründete mit ein paar Anderen eine Bürgerbewegung, die sich „Wahlalternative 2013“ nannte. Daraus entstand im April 2013 dann eine Partei, die Alternative für Deutschland (AfD). Die bereits zum damaligen Zeitpunkt als unliebsame Konkurrenz für die etablierten Parteien ausgemacht wurde und  in die rechte Ecke gestellt wurde. Völlig zu Unrecht. Zu dieser Zeit entdeckte ich mein Interesse für Politik. Ich glaubte, dass diese Partei, die als Bürgerbewegung gegründet wurde, vielleicht eine Chance hätte, den politischen Teufelskreis zu durchbrechen, in dem sich unser Land seit vielen Jahren befindet. Darum warf ich im August 2013, vor der Bundestagswahl, alle Bedenken über Bord, die ich wegen der bereits damals unvorteilhaften Darstellung der AfD in den Medien hatte. Und ich wurde Mitglied. Dann Vorstandsmitglied im Kreisvorstand Nienburg-Schaumburg. Wenig später stellvertretender Vorsitzender, später Kreisvorsitzender, dann stellvertretender Landesvorsitzender. Ich habe mich an der Programmarbeit beteiligt, auf Landes- und auf Bundesebene. Es war ein Einsatz mit voller Kraft, nebenberuflich.

Seither ist vieles passiert. Manches, das mich nicht sehr glücklich machte. Aber auch manches, das mich wieder hoffen lässt. Ich schrieb einmal, niemand wisse, welchen Weg die AfD in Zukunft nehmen werde. Inhaltlich stehe sie am Scheideweg, an dessen Ende entweder eine bürgerliche Partei stehen werde, die mehrheitsfähig ist oder eine Partei, die für die große Mehrheit der bürgerlichen Mitte nicht mehr oder nur noch mit Bauchschmerzen wählbar sei. Ich will nicht sagen, dass die AfD heute keine Probleme mehr hat, aber sie ist erwachsener geworden. Problematische Mitglieder haben andere Parteien auch. Es gibt verschiedene innerparteiliche Lager, die ihre Anhänger haben. Es gibt viele Mitglieder, die keinem Lager angehören möchten. Der große Rechtsruck in Gestalt einer Überschreitung der Grenze zum Extremismus ist bisher ausgeblieben.

Eine Partei besteht aus Menschen. Darunter gibt es viele schwierige Menschen und viele, die eigene Ziele verfolgen. Alles hat seine Zeit. Ich habe das getan, was ich immer wollte. Ich habe diese neue Partei ein Stück weit auf ihrem Weg begleitet und ich habe etwas beigetragen. Heute habe ich keine offiziellen Parteiämter und Funktionen mehr, aber ich engagiere mich in der Alternativen Mitte und bin einer ihrer Sprecher. Außerdem bin ich Mitglied der AfD-Fraktion des Kreistages des Landkreises Schaumburg.

Ich habe den Weg der AfD und die Entwicklung der politischen Ereignisse seit 2013 begleitet und meine Freude daran entdeckt, über politische Ereignisse zu schreiben. Dieser Blog soll einige Beiträge der Vergangenheit archivieren und in der Zukunft eine Plattform sein, auf der ich schreiben kann, wenn es mich in dern Fingern juckt. Ich freue mich, wenn Sie mich lesen möchten.

Ihr

Dr. Jens Wilharm